Foto: pixabay.com.

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Ho, ho, ho – es weihnachtet wieder. In den meisten Firmen gibt es einen Termin zum „Vorglühen unter Kollegen“. Anders als daheim ist die Betriebsfeier aber weniger von Ritualen geprägt. Stattdessen heißt es alle Jahre wieder: Was machen wir diesmal Tolles? Immer mehr Firmen setzen auf spektakuläre Events, überbieten sich in einzigartigen Aktionen mit Erlebnischarakter. Ganz nach dem Motto: Die Feier soll möglichst originell ausfallen, alle zusammenschweißen und als Highlight im Gedächtnis bleiben.

Laut einer Exklusiv-Umfrage des Handelsblatts unter Personalentscheidern streicht in diesem Jahr jeder zehnte Betrieb die Weihnachtsfeier aus Kostengründen, zwölf Prozent haben damit per se nichts am Hut. Die restlichen Betriebe aber wollen ihren Mitarbeitern zum Jahresausklang (bisweilen auch zum Jahresauftakt) etwas bieten – und zwar etwas ganz Besonderes. Dafür lassen sie auch einiges springen: Im Schnitt 52 Euro pro Kopf und Nase. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Firma desto spendabler der Chef, lautet ein weiteres interessantes Ergebnis die Umfrage.

Nur essen und trinken – geht‘s noch?!

Schon wieder Christbaumschlagen oder Plätzchenbacken – wie fade und abgeschmackt! Etwa nur essen und trinken – geht’s noch? Firmen, die etwas auf sich halten, laden mindestens zur Dinnershow oder inszenieren ein außergewöhnliches Outdoor-Programm. Wer keine eigenen Ideen oder planerische Ressourcen dafür übrig hat, kann auf das bunte und vielfältige Angebot der professionellen Eventplaner zurückgreifen – es reicht vom „Mystery ADVENTure mit Grusel-Faktor“ bis zum Römergelage, von der Zeitreise in die Golden Twenties bis zur trendigen irischen Weihnacht inklusive Team-Wettkampf im Schafscheren.

Manche Unternehmen machen es besonders spannend: Bei ihnen unterliegt die Planung strengsten Geheimhaltungsvorschriften, um einen Überraschungscoup zu landen. Andere wiederum lassen die Katze – pardon, den Weihnachtsmann, gleich aus dem Sack, damit die Vorfreude steigt. Doch letztendlich lässt sich gute Stimmung – und darum geht es doch im Kern – nicht heraufbeschwören. Ist das Betriebsklima generell gestört, kommt auch auf der Weihnachtsfeier schwerlich Freude auf; was das ganze Jahr über brodelt, löst sich selbst bei einer Supersause nicht in Wohlgefallen auf. Nicht wenige fürchten sich zudem vor dem Spagat, locker zu erscheinen und dennoch Dresscodes und Benimmregeln zu wahren – und das Ganze riskanterweise meist noch unter Alkoholeinfluss…

Knigge: Drückeberger haben keine Chance

Pünktlich zur Hochkonjunktur der Weihnachtsfeiern melden sich dann auch die Knigge-Experten zu Wort. Und bei denen heißt es unisono: Drücken gilt nicht. In diesem Sinne wünschen wir allen eine schöne Weihnachtsfeier – wie auch immer, wo auch immer, Hauptsache ohne Vorbehalt.

P.S. Achtung: Immer schön an den Chef halten – denn in seiner Gesellschaft sind die Feiernden versichert. Gehen die Vorgesetzten und die meisten Mitarbeiter nach Hause, endet der betriebliche Charakter der Veranstaltung. Wer sich jetzt ein Bein bricht, genießt keinen Unfallschutz.

 

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